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Spa Erlebnis Limni Vouliagmeni

Während in Mittel- und Nordeuropa der Frühling offensichtlich nicht aus den Startlöchern zu kommen scheint und auch der Rest Mai eher bescheidene, meteorologische Vorhersagen in Aussicht stellt, herrscht in Athen ein stabiler Sommer nach den Maßstäben, wie wir es aus den Monaten Juli und August in manchen Jahren erfahren durften. Heute bescherte uns der Tag Sonnenschein pur, laut Wetterbericht sollen es dreizehn Sonnenstunden werden und der Himmel präsentiert sich in einem milden Blau, während die herunterstechenden Sonnenstrahlen zur Vorsicht ermahnen. Es ist heiß und trocken und wenn man sich vorstellt, dass es im richtigen Sommer an die 40 Grad werden kann, scheint dieses Wetter für die Bürger Athens eher als besonders freundlicher Frühling bewertet werden. In den drei Wochen, die wir nun hier sind, hatten wir zwei Tage, die etwas kälter waren, ansonsten stieg das Thermometer stetig. Von anfangs 20 Grad nun in den Bereich der 30er Marke. Nun geht der Aufenthalt zu ende und wir genießen die zwei freien Tagen, die uns noch bleiben, sind aber in Gedanken längst bei den neuen Herausforderungen wie die Skulpturenausstellung in Münster und weitere Vorträge an der Rainer-Akademie sowie Führungen in den Kölner Museen. Nicht zu vergessen, dass die Biennale in Venedig bald anfängt und wir uns entsprechend für die Reisen im November vorbereiten müssen. Zudem werden wir einen größeren Athen-Vortrag mit meinen Fotos für die Mitgereisten wie andere Interessierte vorbereiten. Ich will und werde mindestens drei große Bilder über Athen und seinen Geschichte wie seine Stadtteile gestalten und mit all den anderen Terminen ist dann für reichlich Arbeit im ausgehenden Frühling und dem beginnenden Sommer gesorgt.

Heute haben wir die Sommertemperaturen ausgenutzt und sind an den Lamatika Loutra (Lake) Vouliagmenis (die Athener sagen Limni Vouliagmenis) gefahren, um dort zu baden, unter Sonnenschirmen zu sitzen und es uns für ein paar Stunden gut gehen zu lassen. Dieses flächenmäßig eher kleine Gewässer liegt in einem Felskessel mit steil abfallenden Wänden und scheint immer ideal temperiert zu sein. Der See wird vom Meerwasser und von warmen unterirdischen Quellen gespeist, die diesen Temperaturpegel halten können und das salzige Meerwasser nicht verdrängen. Das Baden im See wird als angenehmes und Gesundheit förderndes Spa-Erlebnis angepriesen und tatsächlich fühlt man sich sehr wohl, wenn man sich in Rückenlage treiben lässt und die Flugzeuge beobachtet, die in relativ niedriger Höhe den Athener Flughafen Eleftherios Venizelos ansteuern. Im Wasser tummeln sich viele kleine,  Fische, die eher als Minifischlein zu bezeichnen sind. Die wohltuende Ruhe steht im krassen Gegensatz zum brausenden Athener Innenleben, das wir jeden Tag um uns herum hören mussten. Viele Athener oder Bewohner der benachbarten Orte Voulas und Glyfada nehmen die längere Fahrt auf sich, um sich hier für ein paar Stunden erholen zu können. Verlässt man das Gelände und überquert die am See vorbei führende große Straße, kann man gleich noch direkt ins blaue Nass des Mittelmeers springen. Alles in allem ein Ort, der die Vorzüge einer Stadt am Meer von seinen besten Seiten zeigt. Für diejenigen, die demnächst nach Athen fahren wollen, haben wir einen Tip: zum einem kann man mit der Tram etwas langsamer aus dem Zentrum direkt bis Voulas fahren, um dann mit dem Bus 122 oder einem Taxi den See zu erreichen, zum anderen gibt es die schnellere Fahrt mit der Metro bis Elliniko, um dann ebenso den Bus 122 zu nehmen, der unmittelbar vor dem Eingang des Sees anhält.

wn