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SEMINARE MAI BIS AUGUST 2011
Kunst aktuell
Die Vorträge über Künstler, Kunstorte, Ausstellungen und Sammler finden auch im Sommer wieder statt. Die Firma Nordmann
GmbH & Co KG stellt uns auch weiterhin großzügig Ihren Vorführraum zur Verfügung. Eine solch engagierte und entgegenkommende
Atmosphäre wirkt sich inspirierend auf unsere Gedanken und Gespräche an diesen Nachmittagen aus. Es sind zwei Termine vorgesehen,
an denen Eva Degenhardt in gewohnter Weise mit vielen Bildern und Hintergrundinformationen die Kunst zur Diskussion stellt.
Am ersten Nachmittag wird die Farbe BLAU im Mittelpunkt stehen. Sowohl die symbolische wie auch die wahrnehmungstheoretische
Sicht auf diese Farbe ist interessant. Und was bedeutet es, wenn sich ein Künstler nur auf diese Farbe konzentriert?
Am zweiten Nachmittag werden Ihnen die neuen Ausstellungshallen im Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativwirtschaft
strong> - vorgestellt. Im denkmalgeschützten ehemaligen Gär- und Lagerhochhaus der Dortmunder Union-Brauerei wurde eine
einzigartige Mischung aus Kunst, Forschung, kultureller Bildung und Kreativwirtschaft geschaffen.
Wir freuen uns auf anregende Kunstnachmittage mit Ihnen.
A1 Mo., 6. Juni, Farbe BLAU
A2 Mo., 4. Juli, Zentrum für Kunst und Kreativwirtschaft
jeweils 15 Uhr in den Räumen der Firma Nordmann GmbH & Co KG, Kalscheurener Straße 8 in Hürth (gut zu erreichen mit der Straßenbahn Linie 18),
8,- Euro ohne Ermäßigung
Philosophieabende
Wir setzen unsere Reihe fort, in der wir Ihnen große Denker oder Denkerinnen im Blick eines ebenso „großen“ Philosophen/in vorstellen. Wir freuen uns, dass diese Abende weiterhin in St. Theodor in Köln Vingst stattfinden können. Der von Paul Böhm entworfene ungewöhnliche Kirchenbau bündelt und unterstützt auf wunderbare Weise unser gemeinsames Philosophieren.
Am ersten Abend wird Ihnen Markus Roentgen Martin Heidegger aus der Sicht des Schriftstellers, Philosophen und Kulturkritikers George Steiner vorstellen.
Eva Degenhardt wird am zweiten Abend Kants Leben und Werk im Blick des Kulturphilosophen Ernst Cassirer darlegen.
B1 Di., 17. Mai, Heidegger
B2 Mo., 8. August, Kant
Jeweils 19:30 Uhr in St. Theodor, Köln Vingst, Burgstraße 42,
8,- Euro ohne Ermäßigung
Philosophie in St. Theodor: Ich bin, also denke ich. Der Denker Martin Heidegger im Blick von George Steiner
„Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste!“ Diese Gedichtzeile Hölderlins, aus dessen Gedicht „Sokrates und Alcibiades“ gibt Martin Heidegger zu denken, dass „das Mögen im Denken ruht“ (Heidegger).
Hier wird nicht über Denken gedacht, sondern der Eros und die Not, Finden und Fehl, im Denken selbst entfacht. Herzliche Einladung, diesem Mann im Denken zu begegnen.
Durch den Abend wird Sie Markus Roentgen, Theologe und Leiter der Abteilung Spiritualität im Erzbistum Köln, führen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Literaturhinweis: Martin Heidegger, Was heißt denken? George Steiner.
Martin Heidegger. Eine Einführung.
Di., 17. Mai 19:30 Uhr
in St. Theodor, Köln Vingst, Burgstraße 42,
8,- Euro ohne Ermäßigung
Schokolade - ein göttlicher Genuss
Was gibt es Schöneres als den Geschmack eines guten Stückchens
Schokolade auf der Zunge? Wer aber echten Genuss verspüren
möchte, benötigt eine erstklassige Schokolade.
Mit diesem Seminar werden sie zum „Schoko-Gourmet“ und lernen,
was hinter einem Qualitätsprodukt ssteckt.
Melanie Krause, Ernährungstherapeutin, Schokoladenfan mit viel Erfahrung in der Herstellung von handgemachter feiner Schokolade
weiht Sie in das Basiswissen rund um das braune Gold ein. Sie erfahren etwas über die Geschichte der Schokolade und welch langwieriger, arbeitsintensiver Prozess hinter dem Kakaoanbau und der Herstellung von exquisiter Schokolade steckt. Machen Sie mit uns eine Entdeckungsreise mit allen Sinnen.
Die Veranstaltung findet im Haus Staade in Rösrath Hoffnungsthal statt.
Sa. 28. Mai 19 Uhr,
Lüghauser Str. 16, Rösrath Hoffnungsthal.
35,- Euro (inkl. Prosecco-Empfang und Häppchen
zum Neutralisieren der Geschmacksnerven.),
Die Veranstaltung ist auf 15 Personen begrenzt.
Kunst aktuell: Die Farbe BLAU
Bereits im alten Ägypten wurden dem blauen Lapislazuli lebensspendende Eigenschaften nachgesagt. Auch in der Mittelalterlichen Malerei wurde dem Lapislazuli-Blau eine vertiefende Innerlichkeit zugesprochen.
Die blaue Blume ist ein beliebtes Motiv in der Dichtung der Romantik.
In dem 1802 von Novalis erschienenen Romanfragment „Heinrich von Ofterdingen“ träumt der Held von einer blauen Blume, die ihn mit einer großen Sehnsucht erfüllt: „Eine Art von süßem Schlummer befiel ihn … Was ihn aber mit voller Macht anzog, war eine hohe lichtblaue Blume, die zunächst an der Quelle stand und ihn mit ihren breiten, glänzenden Blättern berührte.
Nicht ohne Grund nannte sich die Avantgarde-Bewegung um Kandinski
Anfang des 20. Jahrhunderts „Blauer Reiter“. BLAU ist der erste Teil einer Spielfilm-Trilogie des polnischen Regisseurs Krzysztof
Kieslowski über die drei Farben der französischen Flagge, die symbolisch für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit stehen.
Es könnten noch viele weitere Beispiele bis in unsere heutige Zeit angeführt werden. An diesem Nachmittag wird Ihnen Eva Degenhardt
mit vielen Bildbeispielen die Faszination der Farbe BLAU näher bringen und Ihre Wahrnehmung für dieses Licht-Phänomen schulen.
Mo., 6. Juni, 15:00 Uhr
in den Räumen der Firma Nordmann GmbH & Co KG, Kalscheurener Straße 8 in Hürth
(gut zu erreichen mit der Straßenbahn Linie 18),
8,- Euro ohne Ermäßigung
KunstOrte: Die Böhm Chapel in Hürth Kalscheuren
Die ehemalige Pfarrkirche Sankt Ursula wurde 1954 von Gottfried Böhm nach Vorentwürfen seines Vaters, Dominikus Böhm, geschaffen. Der Rundbau mit sechs Konchen, vorgestellten Pfeilern und Kuppeldach,
visualisiert auf prägnante Weise das neue katholische Verständnis
von Liturgie und Gemeinde nach dem zweiten Weltkrieg. 2006 wurde die Kirche „profaniert“ und an einen Bauunternehmer verkauft. Um Kirche und Kirchturm entstand ein neues Wohnviertel
mit dem Namen „Carrée Campanile“. Der unter Denkmalschutz stehende Kirchenbau wurde an die Kölner Galerie Jablonka verkauft, die hier nun eine Dependance unter dem Namen Böhm Chapel eingerichtet
hat. Nach dem Verständnis der Galerie ist der Ausstellungsort
kein spiritueller Ort mehr. Dennoch kann man ihm eine gewisse Ausstrahlung nicht absprechen. Die Galerie Jablonka zeigt nun ihre Kunst in einem ungewöhnlichen Raum, den wir mit Ihnen erleben wollen.
Eva Degenhardt wird Ihnen die Geschichte dieses Ortes näher bringen.
Sie sind herzlich eingeladen, diesen außergewöhnlichen Ort kennen
zu lernen und zu diskutieren.
Sa., 11. Juni, 11:30 Uhr
in der Jablonka Galerie Böhm Chapel, Hans-Böckler-Straße 170, Hürth Kalscheuren,
8,- Euro / erm. 6,- Euro
Führung: Heinz Mack Licht – Raum – Farbe
Kunst- und Ausstellungshalle der BRD in Bonn
Heinz Mack hat mit seinen Visionen und Werken Kunstgeschichte geschrieben. Pünktlich zum 80. Geburtstag präsentiert die Bundeskunsthalle
eine einzigartige Hommage an diesen Künstler. Zusammen
mit Otto Piene rief Mack 1957 die „Stunde Null“ in der Kunst aus und gründete die Gruppe Zero. Sie experimentierten in ihrer puristischen Ästhetik mit Licht, Raum, Bewegung, mit Feuer, Metall und Luft. Wie baut man Mauern aus Silberlicht? Was kommt dabei heraus, wenn ein Mann mit seinen Füßen das Muster eines Sisalteppichs
aufs Stanniolpapier durchdrückt und daraus ein künstlerisches Prinzip entwickelt? Und wie bringt man das Licht zum Vibrieren, zum Zittern? Die Gruppe Zero bestand nicht einmal 10 Jahre und doch zählt sie zu den wichtigsten Strömungen deutscher Nachkriegskunst. Noch heute zehren zahlreiche Künstler/innen von dem großen Ideenfundus
dieser Avantgarde-Bewegung. Mack hat für diese Ausstellung
zwei neue Werke beigesteuert, die ihn als immer noch schaffenden,
ideenreichen Künstler ausweisen.
Durch die Ausstellung wird Sie eine engagierte Kunsthistorikerin der Bundeskunsthalle führen. Eva Degenhardt übernimmt die Moderation.
Di., 21. Juni 15:00 Uhr
Bundeskunsthalle Bonn
8,- Euro ohne Ermäßigung zzgl. Eintritt
Kunst aktuell: Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativwirtschaft
Das denkmalgeschützte ehemalige Gär- und Lagerhochhaus der Dortmunder Union-Brauerei bietet ein einmaliges Ensemble unterschiedlicher Kunst- und Bildungseinrichtungen. Jeder Stock ist genutzt:
Gastronomie und ein Kino im Erdgeschoß. Im ersten Stock zeigt die Fachhochschule ihre jährlichen Präsentationen. Das europäische
Zentrum für Kreativwirtschaft, im Kulturhauptstadtjahr gegründet, führt die Ideen dieses Jahres weiter. Im Zentrum für kulturelle
Bildung können Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kreativ werden und mit neuen Medien experimentieren. In den obersten Stockwerken schließlich präsentiert das Museum Ostwall seine Sammlung. Durch die besonderen Räumlichkeiten der oberen Etagen dieses Industriebaus erscheinen die Exponate in neuem Licht.
Eva Degenhardt wird Ihnen an diesem Nachmittag dieses Zentrum für Kunst und Kreativwirtschaft vorstellen. Einem Besuch in Dortmund
steht dann nichts mehr im Wege.
Mo., 4. Juli, 15:00 Uhr
in den Räumen der Firma Nordmann GmbH & Co KG, Kalscheurener Straße 8 in Hürth
(gut zu erreichen mit der Straßenbahn Linie 18),
8,- Euro ohne Ermäßigung
Führung: Himmel-Hölle, Nirvana oder Seelendorf -
was geschieht nach dem Großen Abschied?
Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln
Der Tod trifft jeden, ob als Hinterbliebenen oder Sterblichen. Die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des physischen Daseins ist ein zentrales Menschheitsthema und bildet eine wichtige Grundlage
philosophischer Reflexion und religiöser Vorstellungen. Während einer speziellen Themenführung im neuen Rautenstrauch-Joest-Museum
führt die Religionswissenschaftlerin und Museumspädagogin Caroline Stegmann vor dem Hintergrund unterschiedlicher Glaubensvorstellungen
in verschiedene Aspekte des Themenfeldes Tod und Jenseits, Trauer und Abschied ein.
Die Führung übernimmt Caroline Stegmann
Di., 26. Juli, 15:00 Uhr
im Rautenstrauch Joest Museum
8,- Euro / erm. 6,- Euro zzgl. Eintritt
Philosophie in St. Theodor: Ernst Cassirer, Kants Leben und Lehre
Der jüdische Philosoph Ernst Cassirer, 1874 in Breslau geboren und 1945 in New York gestorben, war einer der letzten Universalgelehrten.
Legendär ist das Treffen 1929 mit Martin Heidegger in Davos. Der zurückhaltende und feinsinnige Kulturanthropologe Cassirer wurde von dem forschen und dynamisch auftretenden Heidegger in den Schatten gestellt. Dies jedoch zu Unrecht. Cassirer war ein emphatischer
Denker. Sein Bezugs- und Ausgangspunkt blieb zeitlebens das Werk von Immanuel Kant. So ist es sicherlich sehr interessant, Cassirers Kantbiografie zu lesen. „Die Charakteristische Geschlossenheit
und Ganzheit, die sich in Kants Dasein ausdrückt, kann nicht dadurch zur Anschauung gelangen, dass man versucht, dieses Ganze aus seinen einzelnen „Teilen“ zusammenzusetzen; man muss es als ein Erstes und Ursprüngliches denken, das beiden, dem Werk und dem Leben, zugrunde liegt.“
Ernst Cassirer: Kants Leben und Lehre, Einleitung
Eva Degenhardt wird Sie an diesem Abend mit der bedeutenden Kantbiografie von Ernst Cassirer bekannt machen. Cassirer wird sich nicht in Anekdoten und Geschichtchen verlieren, sondern die Grundzüge des Denkens und Lebens dieses großen Philosophen klar heraus stellen. Wenn Sie sich für einen detaillierten, aber gebündelten
Überblick über Kants System interessieren, dann wird Ihnen dieser
Abend sicher das Gewünschte bieten.
Literaturhinweis: Ernst Cassirer, Kants Leben und Lehre, Darmstadt 1994
Mo., 8. August 19:30 Uhr
in St. Theodor, Köln Vingst, Burgstraße 42,
8,- Euro ohne Ermäßigung
