Streifzüge durch die Museen
„Ich träume von einem neuen Zeitalter der Wissbegierde. Man hat die technischen Mittel dazu; das Begehren ist da; die zu
wissenden Dinge sind unendlich; es gibt die Leute, die sich mit dieser Arbeit beschäftigen möchten. Woran leidet man?“
Michel Foucault
Auch unabhängig von den großen Sonderausstellungen wollen wir die Gelegenheit wahrnehmen, die schönen Museen in unserer Umgebung
regelmäßig zu besuchen.
Das Museum Ludwig zum Beispiel stellt seine Ausstellungsstücke, die bisher auf der zweiten Etage präsentiert wurden, im
Untergeschoss neu und überraschend zur Schau. Es lohnt sich, wieder einmal vorbei zu schauen! Auch die temporäre Ausstellung
Cut! Cut! Cut! von Cosima von Bonin im großen Oberlichtsaal des Museums Ludwig begeistert und fordert zum Nachdenken heraus.
Eva Degenhardt führt die Streifzüge. Sie dauern eine gute Stunde. Wer Zeit und Lust hat, trifft sich dann anschließend noch in
lockerer Runde im Museums-Café.
Informationen zu den Ausstellungen unter www.museum-ludwig.de
jeweils Sa. 11:30 Uhr, 8,- Euro / erm. 6,- Euro, zzgl. Eintritt
Sa., 14. Januar,
im Museum Ludwig: Die Neue Präsentation der zeitgenössischen Kunst und Cosima von Bonin Cut! Cut! Cut!
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Sa., 11. Februar,
Sonderausstellung im Museum Ludwig: Vor dem Gesetz-Skulpturen der Nachkriegszeit und Räume der Gegenwartskunst
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Sa., 10. März,
im Museum Ludwig: Lassen Sie sich überraschen.
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Sa., 21. April,
im Wallraff Richartz Museum: Die Vielfalt des 19. Jahrhunderts oder „Der Mut zum Anders-Sein“.
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Kunst im Gespräch
Unsere Kunstseminare liegen uns auch weiterhin sehr am Herzen. Eva Degenhardt stellt mit vielen Bildern und Hintergrundwissen
Künstler/innen, Kunstorte, Museen und Städte vor und lädt Sie ein, das Gesehene zu diskutieren und weiter zu denken.
Bisher haben wir die schöne Atmosphäre in den Räumen der Firma Nordmann GmbH & Co KG sehr genossen und freuen uns,
wieder zwei Kunstseminare dort zu veranstalten.
Um den Interessenten aus dem Rechtsrheinischen etwas entgegen zu kommen, werden wir das Kunstseminar auch in Haus
Staade in Rösrath Hoffnungsthal anbieten.
Das erste Seminar wird sich mit der großen Ausstellung von Gerhard Richter beschäftigen, die – anlässlich seines 80. Geburtstages
– in den Städten: London, Berlin und Paris zu sehen ist. 180 Werke aus allen fünf Jahrzehnten des künstlerischen Schaffens von
Gerhard Richter zeichnen seinen Weg als Künstler nach. Diese wohl umfangreichste Ausstellung, die je von seinem Werk inszeniert
wurde, ist eine Hommage an diesen größten lebenden Künstler. Auch wenn wir in Düsseldorf und Köln schon beeindruckende
Präsentationen seines Werkes gesehen haben, zeigt diese wichtige internationale Ausstellung noch Neues und Unerwartetes.
Das zweite Seminar beschäftigt sich mit der Stadt Weimar. Die europäische Kulturhauptstadt 1999, wurde als Stadt der deutschen
Klassiker weltberühmt. Hier wirkten die Dichter und Philosophen Goethe, Schiller, Herder und Wieland, hier komponierten
Johann Sebastian Bach und Franz Liszt, hier steht die Anna-Amalia-Bibliothek, hier wirkten am Bauhaus Walter Gropius,
Henry van de Velde, Josef Albers, Paul Klee und Wassily Kandinsky und hier wurde im Deutschen Nationaltheater die junge
deutsche Demokratie gegründet. Wie können wir uns erklären, dass ein eher verschlafenes Nest im 18. Jahrhundert zum
Zentrum der deutschen Geistesgeschichte wurde. Eva Degenhardt wird mit Ihnen einen virtuellen Spaziergang durch Weimar
machen und sich dem Mythos dieses Ortes stellen.
Je Vortrag 8,- Euro ohne Ermäßigung. Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Veranstaltungsorte und Zeiten.
Gerhard Richter
Di., 24. Januar,
19:30 Uhr, in den Räumen von Haus Staade in Rösrath Hoffnungsthal, Lüghauser Str. 16
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Mo., 6. Februar,
15:00 Uhr, in den Räumen der Firma Nordmann GmbH & Co KG, Karlscheurener Straße 8 in Hürth
(Straßenbahn Linie 18)
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Mythos Weimar
Mo., 26. März,
15:00 Uhr, in den Räumen der Firma Nordmann GmbH & Co KG, Karlscheurener Straße 8 in Hürth (Straßenbahn Linie 18)
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Di., 27. März,
19:30 Uhr, Mythos Weimar in den Räumen von Haus Staade in Rösrath Hoffnungsthal, Lüghauser Str. 16
Buchung per Email ...
Philosophie: Im Focus „Menschenwürde“
Das vor 60 Jahren verabschiedete Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beginnt in Artikel I mit dem Satz: „Die Würde des
Menschen ist unantastbar.“ Unsere demokratisch geschaffenen Grundrechte stehen demnach mit der Würde der menschlichen
Person nicht nur in direktem Zusammenhang, sondern sind die elementaren Voraussetzungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens
aller Menschen. In Zeiten sozialer, mentaler und politischer Verunsicherung, ausgelöst durch die zum Teil ethisch verantwortungslos
und politisch unterschätzten, global agierenden wirtschaftlichen „Märkte“, ist ein Blick auf das utopische Potential unserer
demokratischen Verfassung von größtem Interesse. Jürgen Habermas beginnt in seinem 2011 erschienen Essay-Band: „Zur
Verfassung Europas“, mit einer Erinnerung an das Konzept der Menschenwürde im Zusammenhang an die Verfassung der Menschenrechte.
„Schließlich erklärt der Ursprung der Menschenrechte aus der moralischen Quelle der menschlichen Würde die politische
Sprengkraft einer konkreten Utopie, die ich … verteidigen möchte.“ (Jürgen Habermas, S. 16)
In einem ersten Schritt werden wir die geschichtliche Entwicklung des von Anfang an moralisch gedachten Begriffs der Menschenwürde
analysieren und entfalten. Texte aus Philosophie, Soziologie und Literatur werden mit Bildern aus Kunst und Medien illustriert,
so dass sich ein vielfältiges und lebensnahes „Verstehensarchiv“ ergibt. In einem zweiten Schritt wollen wir unsere eigenen Erfahrungen
mit dem Konzept der Menschenwürde zur Sprache bringen. Es wird nicht darum gehen, sich in theoretischen Abstraktionen zu
verlieren, sondern das Thema soll und muss auf den konkreten Umgang miteinander in unserer Gesellschaftbezogen werden.
Erstmalig erproben wir eine neue Form unserer nun schon seit vielen Jahren angebotenen Philosophie-Veranstaltungen.
Wir treffen uns in der schönen und erholsamen Umgebung von Haus Staade in Rösrath Hoffnungsthal. Auch in der Antike traf man
sich zum Philosophieren in heiligen Hainen und ländlichen Gärten.
Damit es in jeder Hinsicht eine „Auszeit“ wird, ist auch für ihr leibliches Wohl gesorgt.
So., 26. Februar, 11:00 Uhr in Haus Staade in Rösrath Hoffnungsthal, Lüghauser Str. 16
Leitung und Moderation: Eva Degenhardt
8,- Euro ohne Ermäßigung
Bonsai
Werner M. Busch, Leiter des Bonsai Museums Düsseldorf, wird uns den Weg von der klassischen asiatischen Bonsai-Philosophie
bis zum europäischen Miniaturbaum an vielen Bonsai veranschaulichen. Es eröffnen sich Einsichten in die zahlreichen Facetten,
die diese Art, sich mit Bäumen zu beschäftigen, bereit hält. Freuen Sie sich auf erste Knospen und ein Frühlingserwachen in dem
neuen Museum in Düsseldorf.
Die Führung findet größenteils im Außenbereich des Museums statt.
Bitte kleiden Sie sich wettergerecht.
So., 25. März, 11:00 Uhr
Bonsai-Museum Düsseldorf e.V., Hammer Dorfstraße 167, 40221 Düsseldorf
8,- Euro, zzgl. 5,- Euro Eintritt
