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DENKEN GEFÄHRDET DIE GEWOHNHEIT

Unsere Reisen in 2007
Der kurze Rückblick auf unsere Reisen 2007 kann nicht im Entferntesten die vielen interessanten und schönen Eindrücke dieser gemeinsamen Erlebnisse wiedergeben.

Von Rom – wo wir uns so manches Mal als Pilger und Kenner der antiken und christlichen Wurzeln dieser Stadt gefühlt haben – behalten wir sicherlich die intensive Begegnung mit den Werken von Michelangelo, Raffael, Bernini und Caravaggio in Erinnerung. Unvergessen auch die beeindruckende Platzgestaltung des Kapitolshügels und des Peterplatzes mit dem Petersdom.

Die im barocken Glanze sich zeigende Villa Borghese mit ihrer Fülle an Plastiken und Bildern gehörte sicherlich zu den Highlights dieser Reise. Die Besichtigung des Wohn- und Atelierhauses von Giorgio de Chirico am Piazza die Spagna rückte die Kunst dieses surrealistischen Malers in ein neues Licht. Am Trevi-Brunnen haben wir heimlich alle eine Münze gelassen, denn das lässt uns irgendwie an ein Wiedersehen glauben.

Unsere Fahrt zur Art Basel war geprägt durch eine kaum zu steigernde, intensive Begegnung mit der zeitgenössischen Kunst. Nicht nur der Rundgang über diese wichtigste Kunstmesse, auch der Besuch der Fondation Beyeler mit einer spektakulären Munch Ausstellung, das Kennen lernen des Schaulagers, ein ungewöhnliches Sammlungs- und Präsentationsprojekt für zeitgenössische Kunst und schließlich der Besuch in Dornach, der Hochburg anthroposophischen Denkens und Forschens, fügen sich ein in unser wachsendes „Archiv im Kopf“.

Beide Städte: Paris und London, so gegensätzlich sie auch sein mögen, faszinierten durch lange in Erinnerung bleibenden Ausstellungen und Stadtinszenierungen. Unseren Rundgang im Louvre fokussierten wir dieses Mal bewusst auf die großen Meister der französischen Schule: David, Ingres, Delacroix und Géricault. Unerwartet und beglückend war auch unser Besuch im Musée de l’Orangerie, das wir als Gruppe eine kurze Zeit für uns alleine genießen konnten. Auch das Zeitgenössische kam nicht zu kurz: Die absolut sehenswerte Inszenierung der modernen Kunst im restaurierten Centre Pompidou ist ein „Muss“ für jeden Kunstliebhaber. Es bleibt noch an den Besuch im Musée de Cluny zu erinnern, wo Herz und Geist tief in die mittelalterliche Spiritualität eintauchten.

In London konnten wir die aufwendig inszenierte Ausstellung von Baselitz besuchen. Wir waren erstaunt und begeistert von dem selbstverständlichen Umgang der Menschen in London mit Kunst und Kultur. In allen Museen, deren Besuch nach wie vor kostenfrei ist, herrscht eine ungezwungene und interessierte Stimmung. Alle Altersstufen sind vertreten und man trifft Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten der Bevölkerung. Das Britische Museum und die Nationalgalerie gehören nach wie vor zu den bedeutendsten Museen der Welt. Aber auch das Victoria & Albert Museum und die neue Tate waren für alle Mitreisende absolute Höhepunkte.