Die Visionen des Kunstsammlers
Karl-Heinrich Müller
Nach einem erlebnisreichen Rundgang unter der Leitung von Eva Degenhardt über die Museumsinsel
Hombroich traf man sich im Museumscafé mit dem Sammler und Initiator des Museumsprojektes Karl-Heinrich Müller.
Poetisch und philosophisch erzählte Müller von der Entstehung und Weiterentwicklung seiner Vision. Mit einer
inspirierenden Gedankensynthese von Nietzsche und Mondrian gab er dem Projekt „Hombroich“ zuerst einmal ein
theoretisches Fundament: Nur ein Leben in und mit der Natur bietet die Voraussetzung für ein körperliches,
seelisches und geistiges Wohlbefinden des Menschen. Hinzu kommt die Bereitschaft, Visionäre und Kreative zu
suchen und sich ihren Ideen bedingungslos anzuvertrauen.
Müller überraschte seine Zuhörer immer wieder mit einer sehr persönlichen Sicht auf das Leben und seinen Sinn.
Nach einer Phase des Sturm und Drang und einer der Bewährung in der Welt folgt für ihn eine Phase des Gebens und
Schenkens. „Hombroich“ ist sein Geschenk an die Welt. Es tat gut, in einer Zeit der Orientierung an einem
permanenten Begehren und Konsumieren eine so alternative und gelassene Position erleben zu können.
