Reisebericht: Madrid
Den Auftakt unseres „Spanienjahrs“ bildete im April 2006 unsere Reise nach Madrid. Rund 40 Teilnehmer – Vereinsmitglieder
und Freunde – konnten in 2 Gruppen unter der kompetenten Führung von Eva Degenhardt die Stadt der großen Könige und ungewöhnlichen Künstler,
aber auch der prachtvollen Architektur und großzügigen Plätze erleben.
Wir begannen die Stadterkundung mit dem Museo del Prado, einer Schatzkiste der Kunstgeschichte, in dem wir als Schwerpunkt die großen spanischen
Maler Velàzquez (1599-1660) und Goya (1746-1828) kennen lernten. Herausragende Beispiele ihres Schaffens sind die Portraits der königlichen
Familien, einmal das Gemälde „Las Meninas“ ( oder „Die Familie Philipps IV.“), das große Werk von Velàzquez, zum anderen „Die Familie Karls IV.“
von Goya, der seinen Modellen nicht schmeichelte, sondern Zeitgeist, Charaktere und körperliche Eigenheiten realistisch darstellt.
Ein weiterer Höhepunkt war die Kapelle Antonio de la Florida, deren Kuppelfresken Goya in nur drei Monaten gemalt hat. Wir können jetzt
verstehen, dass Kenner diese Fresken für das schönste Kunstwerk der Stadt halten.
Über Bauwerke aus verschiedenen Zeitepochen wurde der Bogen bis in die Neuzeit gespannt. Natürlich stand hierfür das Centro de Arte Reina
Sofia mit Werken von Picasso(Guernica!), Dalí, Miró bis zu zeitgenössischen Künstlern auf dem Programm.
Nach vier wunderbaren und spannenden Tagen endete unsere Zeitreise vom Barock in die Postmoderne – natürlich nicht, ohne ausgiebig auf den
schönen Plätzen Madrids bei Tapas und Wein das Madrilenische Flair genossen zu haben.
(Artikel Brigitte Wingenbach-Zickenrott)
Die Fotos wurden von Gerd Crombach und Angela Pieter-Ortmann zur Verfügung gestellt.
