Exkursion einiger Mitglieder des Vereins pilosophiekunst zum Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
Gerade richtig legten wir unseren Besuch des ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie -, um den diesjährigen "Rundgang" der Hochschule für Gestaltung, welche dem ZKM angegliedert ist, zu erleben. Unter dem vieldeutigen Begriff "SOMMERLOCH" werden die beeindruckenden Räumlichkeiten der ehemaligen Munitionsfabrik zur Bühne für die Ausstellungen der einzelnen Fachbereiche der Hochschule, zahlreiche Vorträge und ein großes Symposium.
"Unser SOMMERLOCH ist ein Rahmen für Poesie, Kreativität, Ironie und tiefere Bedeutung.", sagt Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Rektor der Hochschule für Gestaltung.
Ihn erlebten wir dann bei der Pressekonferenz zum
SOMMERLOCH und hatten dabei die Gelegenheit, ihn auf die Aktivitäten unseres Vereins aufmerksam zu machen. Besonders interessant erschien uns der Beitrag des
Fachbereichs Medienkunst unter der Leitung des Gastprofessors Micha Kuball.
Den Besucher erwarten leere Räume. Die eigentliche "Ausstellung" der Arbeiten findet in einer Sonderausgabe der Hochschulzeitung "Munitionsfabrik" statt mit zahlreichen Texten von renommierten Wissenschaftlern aus vielen Disziplinen und Postern von Studenten. Zentrales Thema der Beiträge ist der Ausstellungsraum selbst.
In dieser Form lassen sich die Ideen der Hochschule auch in andere Kulturinstitutionen transportieren und können auf einer breiteren Basis diskutiert werden.
Weiter Informationen finden Sie unter: www.hfg-karlsruhe.de
Anschließend besuchten wir die unbedingt sehenswerte Ausstellung: "MAKING THINGS PUBLIC, Atmosphären der Demokratie, im ZKM"
Wir begeisterten uns für dieses völlig neue Ausstellungsprojekt, in dem mehr als hundert Wissenschaftler, Soziologen, Philosophen, Historiker und Künstler den Begriff des Politischen neu überdenken. In einer Zeit des Zweifelns an den Werten der Gesellschaft und dem Mangel an Vertrauen in das politische Handeln stellt diese Ausstellung noch einmal die Frage nach dem Politischen neu und zeigt viele kreative Ansätze ihrer Beantwortung. Dass ein solches Thema als museale Ausstellung diskutiert wird, ist bahnbrechend.
Die Kuratoren der Ausstellung: Peter Weibel und Bruno Latour, wagen die These, dass in Zukunft die Komplexität unseres Fragens und Wissens weitgehend in Form von ästhetischen Inszenierungen adäquat dargestellt wird. Dann wären Museumsbesuche nicht mehr nur ein Freizeitvergnügen, sondern Pflichtprogramm beim Erwerb von Wissen und Informationen über Mensch und Welt.
Weitere Informationen über Das ZKM und diese Ausstellung finden Sie unter: www.zkm.de www.zkm.de
